Die 12 häufigsten Fragen zum Thema Implantate

Sie haben gefragt, wir antworten. Die wichtigsten Fragen über Implantate - jetzt spricht der Experte.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich viele Patienten , die Interessen an einem Zahnimplantat haben, grundlegende Fakten zur Implantatbehandlung im Internet recherchieren. Wir haben für sie die am häufigsten Fragen zusammengestellt. Diese Fakten ersetzen keine individuelle Beratung bei Ihrem Spezialisten für Implantate, vielmehr geben sie Ihnen einen ersten Eindruck von den vielen großartigen Möglichkeiten, die uns die modernen Implantate bieten.

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Was ist ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es wird in den Kieferknochen eingesetzt. Der eigentliche Zahnersatz, beispielsweise eine individuell angefertigte Brücke, kann dann fest darauf fixiert werden. Der implantatgetragene Zahnersatz unterscheidet sich optisch und in seiner Funktion nicht von eigenen natürlichen Zähnen.

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Was ist der Vorteil eines Zahnimplantates?

Der größte Vorteil eines implantatgetragenen Zahnersatzes ist, dass keine gesunden Zähne beschliffen werden müssen, wie beispielsweise bei einer konventionellen Brücke. Ein Implantat wirkt zusätzlich weiterem Knochenabbau und einer Überbelastung der Nachbarzähne entgegen. Wie bei unseren eigenen Zähnen werden die Kaukräfte bei einem Implantat auf den Kieferknochen übertragen und nicht auf die Schleimhaut. Eine implantatgetragene Prothese kann somit nicht verrutschen und bleibt damit auch komplett gaumenfrei. Das ermöglicht einen sicheren, festen Biss ohne jegliche Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens.

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Kommen Implantate auch bei vollständiger Zahnlosigkeit infrage?

Ja! Man kann einen komplett zahnlosen Kiefer mit einer vollständigen Zahnreihe versorgen, die auf wenigen Implantaten fest verankert wird. Meist reichen 4 Implantate pro Kiefer dafür aus. Dies ist sogar mit nur einem Eingriff möglich.

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Können Zahnimplantate nur bei vollständig vorhandenem Kieferknochen gesetzt werden?

Nein. Um ein Implantat langfristig erfolgreich setzen zu können, ist genügend Knochensubstanz von ausreichender Qualität zwar eine Grundvoraussetzung. In vielen Fällen kann jedoch dank der 3D-Diagnostik und der computergestützten Implantatplanung der vorhandene Knochen optimal genutzt werden, so dass eine Implantation auch bei geringem Knochenangebot möglich ist. Ist das Knochenangebot zu gering, so kann häufig der notwendige Knochenaufbau direkt während der Implantation durchgeführt werden.

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Wie verträglich ist ein Zahnimplantat? Kann ich darauf allergisch reagieren?

Zahnimplantate werden aus Titan hergestellt, genauso wie künstliche Hüftprothesen oder Herzklappen. Zudem gibt es Implantate aus Zirkonoxid (Keramik), die meist als Alternative für Patienten mit einer Titanallergie genutzt werden, die allerdings extrem selten auftritt – nur einer von 10.000 Menschen hat eine Titanallergie. Vor einer Implantation kann ein spezieller Allergietest durchgeführt werden, um ein Allergierisiko auszuschließen. Beide Materialien weisen eine hervorragende Biokompatibilität auf: Während das Implantat in den Kieferknochen einheilt, lagert sich der Knochen fest und stabil an das Implantat an.

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Meine größte Angst sind Schmerzen. Ist das Setzen eines Implantates schmerzhaft?

Im Normalfall nicht! Die Implantation erfolgt in der Regel in der Zahnarztpraxis minimalinvasiv und unter lokaler Betäubung – dieser Eingriff ist schmerzarm und dauert nur ca. 30 Minuten pro Implantat. Dank der zuvor durchgeführten hochpräzisen 3D-Diagnostik werden die wichtigen Nerven und Gefäße nicht verletzt. Nach dem Eingriff kann es eventuell zu leichten Schwellungen kommen. Doch es treten in der Regel keine Schmerzen auf, die sich nicht mit herkömmlichen Schmerzmedikamenten beheben ließen. Und auch für Angstpatienten gibt es Lösungen.

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Wie lange hält ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat kann ein ganzes Leben lang halten. Aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften von Titan und Zirkonoxid (Keramik) altert das Implantat selbst sozusagen nicht. Wichtig für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit von Implantat und implantatgetragenem Zahnersatz sind jedoch eine gute Mundhygiene und Pflege. Zur Pflege gehört ein regelmäßiges Prophylaxe-Programm in der Zahnarztpraxis, das speziell auf Zahnimplantate abgestimmt ist. Grundvoraussetzung für einen Langzeiterfolg ist, dass der Eingriff von einem hochqualifizierten Team durchgeführt wird und die Nachsorge gewährleistet ist. Deshalb ist der „Zahntourismus“, also eine Behandlung im Ausland, eher kritisch zu betrachten.

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Was kostet ein Implantat bzw. der implantatgetragene Zahnersatz?

Die Kosten für eine Versorgung mit einem implantatgetragenen Zahnersatz bewegen sich in einer größeren Spanne, da die Behandlung auf die individuelle Situation abgestimmt wird. Davon hängt beispielsweise ab, ob ein Knochenaufbau erforderlich ist, welches Implantatsystem gewählt wird und welches Verfahren zum Einsatz kommt. Generell lässt sich sagen, dass die Kosten für ein Implantat mit Krone inklusive Laborkosten bei ca. 2.000 Euro beginnen. Der genaue Kostenplan wird von Ihrer Zahnarztpraxis nach sorgfältiger zahnmedizinischer und radiologischer Untersuchung erstellt.

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Ich nehme ein blutverdünnendes Medikament ein. Ist das ein Problem bei der Versorgung mit einem Zahnimplantat?

Nein. Jedoch sollten Patienten, die Marcumar o.ä. zur Blutverdünnung einnehmen, ihren Quickwert auf über 35% oder ihren INR Wert auf unter 2 einstellen. Im Falle von ASS 100 hängt es von der Art des Eingriffs ab, ob das Medikament weiter eingenommen werden kann oder abgesetzt werden sollte. Ihr Zahnarzt wir Sie darüber genau informieren.

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Gibt es eine Altersgrenze für Zahnimplantate?

Nein. Die Versorgung eines Patienten mit einem Implantat ist altersunabhängig und bringt in jedem Alter ein enormes Plus an Lebensqualität Bei jungen wie bei älteren Menschen müssen dieselben medizinischen Grundvoraussetzungen erfüllt sein, abgesehen davon gibt es keine Altersgrenzen.

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Werde ich eine Zeit lang mit einer Zahnlücke auskommen müssen?

Nein. Bei Verwendung eines modernen Zahnimplantatsystems muss das Implantat zwar zunächst in den Kieferknochen einheilen, doch der Patient bekommt sofort nach der Implantation einen provisorischen Zahnersatz – Sie verbringen also keinen einzigen Tag mit einer Zahnlücke. Das Provisorium sollte jedoch nicht sofort voll belastet werden. Die Einheilphase des Implantates dauert in der Regel 2 bis 4 Monaten. Danach kann Ihr endgültiger Zahnersatz auf dem Implantat fixiert werden.

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Wie reinige und pflege ich meine Implantate?

Grundlegend für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit Ihres neuen Zahnersatzes ist die Gesunderhaltung des Umgebungsbereiches. Sobald Sie den Zahnersatz erhalten haben, werden Sie in Ihrer Zahnarztpraxis in die speziell auf die Implantatversorgung abgestimmten Hygienetechniken eingewiesen. Was die häusliche Zahn- und Implantathygiene anbelangt, gibt es optimal Hilfsmittel, deren Nutzung Ihnen ebenfalls erklärt wird. Zur Pflege gehört außerdem eine regelmäßige Nachbetreuung in der Praxis durch eine ausgebildete Dentalhygienikerin inklusive einer professionellen Zahnreinigung.

Fazit

Implantate sind eine optimale Versorgung für den Ersatz eines natürlichen Zahnes in Ihrem Gebiss. Sprechen Sie uns auf Implantat-getragenen Zahnersatz an, um auch für Sie die bestmögliche Lösung zu finden. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin und unsere Zahnärzte beraten Sie gerne weiter.

Zahnärztin
Dr. Svea Brandt

Zahnarzt
Dr. Jochen Freitag